Fachschaft Chemie
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WICHTIG: Informationen zur Situation der Abzüge

13.07.2013

Liebe Kommilitonen und Kommilitoninnen,

 

durch die Abzugsproblematik ist die Durchführung der Laborpraktika im Sommersemester 2013 beeinträchtigt worden. Während einige von uns diesem Problem entspannt gegenüber stehen (können), sind andere enttäuscht und können nicht verstehen, warum es für die Durchführung der Praktika keine „bessere“ Lösung gab. Deswegen möchte die FSI Chemie und Biochemie euch im Folgenden einen kleinen Überblick über die Entwicklung und die momentane Situation geben.

Verlagerung der Praktika außerhalb des Campus

Die Möglichkeit, Praktika in Garching an der TU München durchzuführen, wurde in Betracht gezogen, aufgrund der massiven logistischen und organisatorischen Probleme, die zu bewältigen gewesen wären, aber verworfen (sehr lange Fahrtzeiten für Studierende und Betreuende mit SEV; Chemikalientransport, v.a. Gefahrstoffe, sehr aufwendig). Ferner sind an der TU keine großen ungenutzten Laborkapazitäten vorhanden und zudem wird dort gerade umgebaut, wodurch nicht alle Labors zur Verfügung stehen (Meldung auf Süddeutsche.de am 05.05.2013). Auch nach anderen Laborräumen zur Durchführung der Praktika hat sich die Fakultätsleitung umgesehen. Leider gibt es weder genügend Labors, noch ist deren Ausstattung ausreichend, um es den Studierenden der Fakultät zu ermöglichen, ihre Pflichtpraktika normal durchzuführen. Daher wurde unter Aufbringung vieler personeller und zeitlicher Ressourcen ein Notfallplan für die Praktika erarbeitet, um deren Durchführung ohne größere Zeitverluste für die Studierenden zu ermöglichen.

Was passiert ist

Seit Bekannt werden des Problems hat die Universitätsleitung mit mehreren Firmen Kontakt aufgenommen und es wurden umfangreiche Überprüfungen der Abzugsanlagen durchgeführt. Daraufhin wurde in Kooperation mit der Landesunfallkasse und den Betreuern und Betreuerinnen der Praktika ein Notfallplan zur Arbeit mit Gefahrstoffen im Labor erstellt. Parallel dazu wurde ein Reparaturplan entworfen, dessen Umsetzung zum kommenden Wintersemester hoffentlich so weit vorangeschritten ist, dass ein reibungsloser Laborbetrieb gewährleistet ist. Insgesamt werden sich die Reparaturarbeiten noch etwa ein Jahr hinziehen, da im laufenden Unibetrieb repariert werden muss und verschiedene Faktoren, wie zum Beispiel unterschiedliche Abzugssysteme und unterschiedliche Korrosionsgrade, in den verschiedenen Häusern aufgetreten sind. Deshalb können leider weitere Einschränkungen im Umgang mit Gefahrstoffen nicht ausgeschlossen werden.

Lag es am Geld?

Problem ist nicht die Finanzierung, sondern die starke Auslastung von Firmen, die über qualifizierte Handwerker verfügen, um die Reparaturen durchzuführen. Weiterhin werden spezielle Ersatzteile benötigt, die speziell für unsere Abzugsanlagen gefertigt werden müssen.

Wie es weiter geht

Die Fakultät hofft den normalen Praktikumsbetrieb mit Beginn des nächsten Semesters wieder aufnehmen zu können (siehe Meldung auf der Cup-Seite vom 21.06.2013).

Was passiert, wenn ich meine Fristen nicht einhalten kann (BAFöG, Abschlussarbeiten, Umschreibungen...)

Sollte es in diesem Semester bei einigen Studierenden aufgrund der Abzugsproblematik zu Verzögerungen bei Abschlussarbeiten gekommen sein, hat das Prüfungsamt eine Verlängerung für diese zugesichert. Schriftlich bestätigt wird außerdem, dass die Überschreitung der Regelstudienzeit nicht auf eigenes Verschulden zurück geht. Sollte dies für einen von euch nötig sein, fragt einfach im Studierendensekretariat nach.

Bezüglich der Fristen hat unser Dekan vom Vizepräsident Dr. Christoph Mülke folgende Mitteilung erhalten:

BAFöG:

Die Förderungshöchstdauer entspricht grundsätzlich der Regelstudienzeit. Bei Vorliegen schwerwiegender Gründe und wenn ein Zusammenhang zwischen dem angeführten Grund und der Verzögerung des Studiums besteht, kann gemäß § 15 Abs. 3 BAFöG auch über die Regelstudienzeit hinaus für eine angemessene Zeit die Förderung gewährt werden. Die Entscheidung trifft das BAFöG-Amt in eigener Zuständigkeit. Das BAFöG-Amt wird von der Hochschulleitung über die Problematik zusätzlich informiert.

Immatrikulation in den Master:

Art. 43 Abs. 5 Satz 3 BayHSchG ermöglicht die vorläufige Immatrikulation, wenn der erfolgreiche Abschluss des den Zugang eröffnenden Studienganges innerhalb eines Jahres nach Aufnahme des Masterstudiums nachgewiesen wird. Dies gilt auch für den etwaigen Nachweis der studiengangspezifischen Eignung. Das im Zeugnis ausgewiesene Prüfungsdatum bleibt hinsichtlich der Studiendauer nach wie vor ausschlaggebend.

10%-Bestenregelung:

Es gilt die Regelstudienzeit zuzüglich eines Semesters, in der das Studium abgeschlossen sein muss, um in den Genuss der rückwirkenden Befreiung gelangen zu können. Für diejenigen, die diese Frist aus gegebenen Umständen und damit unverschuldet nicht einhalten können, würde die Studentenkanzlei die Überschreitung abweichend von unserer Studienbeitragssatzung, die eine Härtefallregelung nicht vorsieht, akzeptieren, indem die maßgebliche Frist für alle Absolventen im Herbst 2013 (auch Lehramt Chemie) auf zwei Semester über der Regelstudienzeit ausgedehnt wird. Für den Vollzug wäre darüber hinaus eine individuelle Bescheinigung seitens der Fakultät dahingehend notwendig, dass der/die Betroffene die Regelstudienzeit plus ein Semester aus nicht selbst zu vertretenden Gründen überschritten hat.

 

Eure FSI Chemie und Biochemie